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Malteser Wildeshausen

Aschermittwoch/Beginn der Fastenzeit: Neun Tipps für erfolgreiches (Heil-)Fasten

08.02.2016

Am Aschermittwoch, dem 10. Februar, beginnt die Fastenzeit. In den sechs Wochen bis Ostern gibt es viele Möglichkeiten, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Fasten kann zur Besinnung und zum Abnehmen beitragen. Mit ein paar Regeln kann man Körper, Seele und Geist auffrischen und sich selbst eine große Freude machen, die lange anhält, raten Experten der Malteser.

1. Fasten ist mehr als einfach nur das Essen wegzulassen. Zum richtigen Fasten gehört auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Tees, Obst- und Gemüsesäften oder Gemüsebrühen, damit der Körper genug Vitamine und Mineralstoffe bekommt.

2. Wer in der Fastenzeit nicht aus der Alltagsroutine herauskann, sollte sich bewusst kleine Ziele stecken: Fett, Salz, Zucker, aber auch Zigaretten und Alkohol reduzieren. Dazu Zeitfenster für Ruhe und Erholung einerseits und Bewegung wie Spazierengehen, Nordic Walking oder Thai Chi andererseits einrichten.

3. Den Fastenprozess erleben viele Menschen als besondere seelische Erfahrung. Lange gärende Entscheidungen erhalten Schub, Gedanken werden klarer, neue Lebensperspektiven erscheinen am Horizont. Was sich bei fastenden Menschen mental ereignet, steht oft im Zusammenhang mit den körperlichen Vorgängen.

4. Wer seine Alltagsroutine mal für eine bis drei Wochen durchbrechen kann, sollte die Chance zum Heilfasten ergreifen: Gut vorbereitet, mit einem medizinisch und konzeptionell fundierten Plan. Fastenleiter oder Fastenärzte helfen dabei.

5. Fasten Sie am besten im Urlaub. Dann können Sie sich ganz aus dem Alltag ausklinken und auf Körper, Geist und Seele konzentrieren.

6. Kranke Menschen sollten ausschließlich unter ärztlicher Betreuung, am besten in einer Fastenklinik, nach einem Konzept fasten, das Ernährungs-, Bewegungs-, Physio-, Kneipptherapie und Psychotherapie einbezieht. Nicht fasten dürfen z.B. Schwangere und Stillende, Magersüchtige, HIV-Infizierte und Krebskranke.

7. Dauerhaft verbessern kann sich das Wohlbefinden, wenn das Fasten zum  Einstieg in eine Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten genutzt wird. Die Auseinandersetzung mit sich selbst hilft, die genaueren Ursachen für Gewichtsprobleme, die oft auch einen emotionalen Hintergrund haben, zu erkennen.

8. Wer mit dem Rauchen aufhören will: Während des Fastens verändert sich die Sensibilität der Geschmacksknospen. Die Folge: Die Zigarette schmeckt nicht mehr, und die Entzugserscheinungen werden durch das Fasten deutlich reduziert.

9. Das Fasten sollte nicht abrupt beendet werden, sondern es sollte sich eine Übergangsphase mit leichten, gut bekömmlichen, salz- und fettarmen, basenreichen Speisen (Gemüse, Obst, Kartoffeln) anschließen, damit sich der Körper wieder an eine „normale“ Ernährung gewöhnen kann.


Diese Tipps kommen von Peter Faulstich, ernährungswissenschaftlicher Leiter der auf Naturheilverfahren spezialisierten Malteser Klinik von Weckbecker, und Anne Kruse,  Leiterin der dortigen Abteilung Seelsorge und Psychologie

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